Donnerstag, 15. Juni 2017

Klausur
















Letzter Eintrag vor der Klausur:
Die nächsten zwei Wochen bin ich höchstens von Ferne auf dem Turm zu sehen.

Sonntag, 11. Juni 2017

Kunstaktion zum Reformationsjahr 2017

vom 18. Juni bis zum 9. Juli

in Bietigheim

Feuer & Wasser 

3 Orte
3 Materialien
3 Perspektiven









1. In der Kirche (Sakristei) werde ich wohnen und meine Erlebnisse der Ruhe und des Eingeschlossenseins mit Druckstöcken aus Linol (Fußbodenbelag der aus Bietigheim stammt!) als "Innensichten" festhalten. Diese werden von Boten vor meiner Tür täglich abgeholt und in das Schaufenster von Buchbindermeister Sleska getragen.

2. Auf dem Turm werde ich zwei Stunden am Tag Freigang haben und zeichnen. Aus diesen Zeichnungen entstehen Stickereien mit schwarzem Wollfaden. Diese stelle ich nach Fertigstellung vor meine Tür, damit sie in die städtische Galerie Birtigheim gebracht werden. An einer Wand im Foyer wächst dann eine Ausstellung des "Turmtagebuchs".

3. In der Stadtkirche selbst werde ich immer dann, wenn keine Menschen sich darin aufhalten, kleine Veränderungen vornehmen. Der Turm wird in Brand gesetzt (gehäkelte Feuerzungen  aus Absperrband werden nach und nach aus den Fenstern und vom Turmbalkon quellen) und das Löschwasser, in Form von gehäkelten Wasserblubbern aus Müllsäcken, quillt unter der Kanzel hervor.

Die Klausur geht vom 16. Juni bis zum 2. Juli.
Am 2. Juli werde ich um 9.30 Uhr von der Feuerwehr mit ihrer längsten Drehleiter vom Turm gerettet und die Stille ist dann damit offiziell beendet.
Am 2. Juli findet in der städtischen Galerie eine Druckaktion statt, bei der die Druckstöcke der "Innensichten" auf Papier festgehalten werden.
Ab dem 2. Juli werden dann bis zum 9. Juli die Werke aus allen drei Standorten, aus allen drei Materialien, in der Stadtkirche zusammengeführt und gemeinsam zu sehen sein.
Am 9. Juli wird um 10 Uhr ein Abschlußgottesdienst zusammen mit meinem wachsenden Altartuch "Wasser" stattfinden.

Das Altartuch am 4. Juni in der Stadtkirche Foto: Helmut Pangerl




Mittwoch, 7. Juni 2017

Feuer löschen
















Hier häkle ich, ich kann nicht anders!


Ich bin in der Endphase meiner Vorbereitungen für die zweiwöchige Klausur in der Stadtkirche in Bietigheim.
Stand der Dinge: 120 Feuerzungen und 250 Wasserblubber.

Verfolgen läßt sich die Aktion auch auf reformation-bibi.de
Während der Klausur kann ich natürlich nicht posten.
Kontakt zur Außenwelt besteht nur über "Briefchen" und ich dokumentiere mit dem Zeichenstift und der Häkelnadel.

Montag, 5. Juni 2017

Holly and Me

Die Hunde-Einkleidung kommt ins Fernsehen!Am Mittwoch, den 7.6. um 18.50 Uhr im Saarländischen Rundfunk ("Wir im Saarland - Kultur").
Danach in der Mediathek zu sehen unter: 
http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=51247

Zu meinem Glück kam nur Holly zur Einkleidung.
Die anderen zwei Hunde mussten zum Tierarzt wegen Kreislaufproblemen.
Arme Hunde, aber gut für mich - bei drei Hunden plus Fernsehteam plus Presse wäre ich echt in die Klemme und in den Häkelstress gekommen.
So hat Holly sogar noch ein Häubchen bekommen und wir haben Freundschaft geschlossen.










Dienstag, 30. Mai 2017

Hunde-Einkleidung

Am Freitag, den 4.Juni werde ich im Museum Schloß Fellenberg in Merzig ab 14 Uhr stündlich je einen Hund neu einkleiden.
Um 18 Uhr findet dann der Dogwalk statt, bei dem sich die Hunde in ihrem neuen Outfit präsentieren.
Was hab ich mir nur dabei gedacht? Eigentlich habe ich ein wenig Angst vor Hunden. Aber nur mit neuen Erfahrungen stößt man an seine Grenzen und entdeckt neue Wege in der Kunst.
Und das Alles passiert noch während ich gefilmt werde für den Kulturspiegel. Na prima!


Dienstag, 16. Mai 2017

Feuer & Wasser



Meine Kunstaktionzum Reformationsjahr 2017

„Feuer und Wasser“.
 Zwei Wochen zwischen Rückzug 
und Präsenz.
Von der Sakristei auf den Kirchturm und zurück: Meine neue Herberge


Eine sich täglich verändernde Kunstinstallation an drei Orten in Bietigheim
Meine Herberge, so nannte Luther seine Stube auf der Wartburg. Die Vorstellung, für zwei Wochen in Klausur zu gehen, die Menschen und den schnellen Alltag nur von ferne zu beobachten, ist für mich reizvoll. Ich werde zwei Wochen, vom 18. Juni bis zum 2. Juli, im Kämmerchen (Sakristei) mit zwei Stunden Aussicht pro Tag (Kirchturm) in der Stadtkirche in Bietigheim leben. Wie Luther versuche auch ich, Dinge zu übersetzen. So entstehen, täglich anwachsend:
► ein „Turmtagebuch“ aus Stickgrafiken (zu sehen in der Städtischen Galerie Bietigheim)
► eine Serie von „Innensichten“ der Kirche, in buntes Linoleum geschnitten
(zu sehen im Schaufenster der Buchbinderei Sleska, Hauptstraße Bietigheim)
► „Feuer“, das im Turm ausbricht, und das bereitstehende „Löschwasser“ im Kirchenraum. Absperrband und blaue Säcke werden verhäkelt und sind täglich
neu zu entdecken.
 „Hier häkle ich, ich kann nicht anders.“

Montag, 8. Mai 2017

Dem Kraken fehlen fünf Arme!

Fünf Tentakel sind fertig. Abgehackt.