Donnerstag, 13. Juli 2017

Turmtagebuch

Die gezeichneten Tagebucheinträge während meines zweistündigen Freiganges auf dem Turm der Stadtkirche Bietigheim waren als Stickzeichnungen in der Städtischen Galerie Bietigheim zu sehen.


Samstag, 8. Juli 2017

Das war die Klause

Das Stübchen, in dem ich zwei Wochen, vom 18.6. bis zum 2.7.2017, gewohnt habe - die Sakristei der Stadtkirche Bietigheim.
Das Essen wurde mir von netten Gemeindemitgliedern vor die Tür gestellt. Ich konnte die Individualität der Köche schmecken.
Und nachmittags wurde mir oft ein Eis, Kaffe, ein Stück Kuchen oder Obst mit einem Glöckchen angekündigt. Das war der schönste Moment des Tages. Ich habe mich gefühlt wie ein Kind an Weihnachten.
(Auf dem Tisch die ersten Berechnungen zur "Weltformel" - auf dem Boden die Ausarbeitung ebenjener. Enttäuschend - selbst die Erklärung der Welt sieht nur aus wie ein Bettvorleger!)



Dienstag, 4. Juli 2017

Wieder da!

Erfolgreiche Rettung vom brennenden Turm.
Wieder zurück aus der Klause auf dem Boden des Alltages.



Donnerstag, 15. Juni 2017

Klausur
















Letzter Eintrag vor der Klausur:
Die nächsten zwei Wochen bin ich höchstens von Ferne auf dem Turm zu sehen.

Sonntag, 11. Juni 2017

Kunstaktion zum Reformationsjahr 2017

vom 18. Juni bis zum 9. Juli

in Bietigheim

Feuer & Wasser 

3 Orte
3 Materialien
3 Perspektiven









1. In der Kirche (Sakristei) werde ich wohnen und meine Erlebnisse der Ruhe und des Eingeschlossenseins mit Druckstöcken aus Linol (Fußbodenbelag der aus Bietigheim stammt!) als "Innensichten" festhalten. Diese werden von Boten vor meiner Tür täglich abgeholt und in das Schaufenster von Buchbindermeister Sleska getragen.

2. Auf dem Turm werde ich zwei Stunden am Tag Freigang haben und zeichnen. Aus diesen Zeichnungen entstehen Stickereien mit schwarzem Wollfaden. Diese stelle ich nach Fertigstellung vor meine Tür, damit sie in die städtische Galerie Birtigheim gebracht werden. An einer Wand im Foyer wächst dann eine Ausstellung des "Turmtagebuchs".

3. In der Stadtkirche selbst werde ich immer dann, wenn keine Menschen sich darin aufhalten, kleine Veränderungen vornehmen. Der Turm wird in Brand gesetzt (gehäkelte Feuerzungen  aus Absperrband werden nach und nach aus den Fenstern und vom Turmbalkon quellen) und das Löschwasser, in Form von gehäkelten Wasserblubbern aus Müllsäcken, quillt unter der Kanzel hervor.

Die Klausur geht vom 16. Juni bis zum 2. Juli.
Am 2. Juli werde ich um 9.30 Uhr von der Feuerwehr mit ihrer längsten Drehleiter vom Turm gerettet und die Stille ist dann damit offiziell beendet.
Am 2. Juli findet in der städtischen Galerie eine Druckaktion statt, bei der die Druckstöcke der "Innensichten" auf Papier festgehalten werden.
Ab dem 2. Juli werden dann bis zum 9. Juli die Werke aus allen drei Standorten, aus allen drei Materialien, in der Stadtkirche zusammengeführt und gemeinsam zu sehen sein.
Am 9. Juli wird um 10 Uhr ein Abschlußgottesdienst zusammen mit meinem wachsenden Altartuch "Wasser" stattfinden.

Das Altartuch am 4. Juni in der Stadtkirche Foto: Helmut Pangerl




Mittwoch, 7. Juni 2017

Feuer löschen
















Hier häkle ich, ich kann nicht anders!


Ich bin in der Endphase meiner Vorbereitungen für die zweiwöchige Klausur in der Stadtkirche in Bietigheim.
Stand der Dinge: 120 Feuerzungen und 250 Wasserblubber.

Verfolgen läßt sich die Aktion auch auf reformation-bibi.de
Während der Klausur kann ich natürlich nicht posten.
Kontakt zur Außenwelt besteht nur über "Briefchen" und ich dokumentiere mit dem Zeichenstift und der Häkelnadel.

Montag, 5. Juni 2017

Holly and Me

Die Hunde-Einkleidung kommt ins Fernsehen!Am Mittwoch, den 7.6. um 18.50 Uhr im Saarländischen Rundfunk ("Wir im Saarland - Kultur").
Danach in der Mediathek zu sehen unter: 
http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=51247

Zu meinem Glück kam nur Holly zur Einkleidung.
Die anderen zwei Hunde mussten zum Tierarzt wegen Kreislaufproblemen.
Arme Hunde, aber gut für mich - bei drei Hunden plus Fernsehteam plus Presse wäre ich echt in die Klemme und in den Häkelstress gekommen.
So hat Holly sogar noch ein Häubchen bekommen und wir haben Freundschaft geschlossen.










Dienstag, 30. Mai 2017

Hunde-Einkleidung

Am Freitag, den 4.Juni werde ich im Museum Schloß Fellenberg in Merzig ab 14 Uhr stündlich je einen Hund neu einkleiden.
Um 18 Uhr findet dann der Dogwalk statt, bei dem sich die Hunde in ihrem neuen Outfit präsentieren.
Was hab ich mir nur dabei gedacht? Eigentlich habe ich ein wenig Angst vor Hunden. Aber nur mit neuen Erfahrungen stößt man an seine Grenzen und entdeckt neue Wege in der Kunst.
Und das Alles passiert noch während ich gefilmt werde für den Kulturspiegel. Na prima!


Dienstag, 16. Mai 2017

Feuer & Wasser



Meine Kunstaktionzum Reformationsjahr 2017

„Feuer und Wasser“.
 Zwei Wochen zwischen Rückzug 
und Präsenz.
Von der Sakristei auf den Kirchturm und zurück: Meine neue Herberge


Eine sich täglich verändernde Kunstinstallation an drei Orten in Bietigheim
Meine Herberge, so nannte Luther seine Stube auf der Wartburg. Die Vorstellung, für zwei Wochen in Klausur zu gehen, die Menschen und den schnellen Alltag nur von ferne zu beobachten, ist für mich reizvoll. Ich werde zwei Wochen, vom 18. Juni bis zum 2. Juli, im Kämmerchen (Sakristei) mit zwei Stunden Aussicht pro Tag (Kirchturm) in der Stadtkirche in Bietigheim leben. Wie Luther versuche auch ich, Dinge zu übersetzen. So entstehen, täglich anwachsend:
► ein „Turmtagebuch“ aus Stickgrafiken (zu sehen in der Städtischen Galerie Bietigheim)
► eine Serie von „Innensichten“ der Kirche, in buntes Linoleum geschnitten
(zu sehen im Schaufenster der Buchbinderei Sleska, Hauptstraße Bietigheim)
► „Feuer“, das im Turm ausbricht, und das bereitstehende „Löschwasser“ im Kirchenraum. Absperrband und blaue Säcke werden verhäkelt und sind täglich
neu zu entdecken.
 „Hier häkle ich, ich kann nicht anders.“

Montag, 8. Mai 2017

Dem Kraken fehlen fünf Arme!

Fünf Tentakel sind fertig. Abgehackt.




Donnerstag, 27. April 2017

Hunde Einkleidung bei der Saarart 11





Ab 5. Mai bin ich mit einigen Arbeiten bei der Saarart 11 in Merzig im Schloss Fellenberg vertreten.
Ich wurde gebeten im Rahmen der Ausstellung einen Workshop anzubieten.
In der Hoffnung, dass sich keine Schnittmenge findet, habe ich angeboten mit Hundebesitzern, die brave Hunde haben und häkeln können, einen Nachmittag mit Hundekleidern zu verbringen.
Aufgrund der großen Nachfrage, muss ich nun etwas anbieten.
Ich habe eine Hunde-Einkleidungs-Aktion daraus gemacht.
Auf dem Bild ist die OP-Tisch-Vorbereitungs-Situation zu sehen.
Ich hoffe es kommen nicht nur Bernhardiner an meinem Hunde-Nachmittag.
Denn dann habe ich wirklich Häkelstress mit meinen fleischfarbenen Bettjäckchen.



Mittwoch, 19. April 2017

Von schwarz-auf-weiß bis unsichtbar

Gezeichnet habe ich letztes Jahr auch das Wasser an der stürmischen Ostsee im Herbst.
Mit schwarzem, sehr feinem Zwirn und mit durchsichtigem Nylonfaden.
Praktisch unsichtbar.
Es gibt Menschen, die mögen die Kunst so am Liebsten.








Sonntag, 2. April 2017

Erde/Stoff/Papier

Unter diesem Titel ist  eine alte Arbeit von mir im Kunstmuseum in Albstadt zu sehen.
Die Schlüpfer, von 1998. Die Arbeit ist im Besitz des Museums.
Unterhosen in Größe 36 bis 46, getragen von unterschiedlich großen Albsteinen.
Die Gruppenausstellung ist noch zu sehen bis zum 7. Mai.



Mittwoch, 29. März 2017

Aufkleber kleben

Meine eigene Kampagne für das Saarland erscheint jetzt auch im Rahmen der Saarart!
Die Saarart findet alle fünf Jahre statt und ist eine "Landeskunstausstellung".
Fuchs & Hase werden im Museum Schloß Fellenberg ab 5. Mai wohnen.
Wie gut, dass sich wenigstens im Saarland wenig ändert und Fuchs & Hase ungestört sind.



Montag, 20. März 2017

Zwei Inseln

Immer noch bin ich am Ausarbeiten von Zeichnungen des letzten Jahres.
Endlich fertig sind die von den Dünen auf Texel (Niederlande) die mit Leinengarn gestickt sind, und die von den Steinhalden auf Thassos (Griechenland) aus schwarzem Zwirn.




Mittwoch, 1. März 2017

Im Schlafanzug in der Kirche

Um zu testen, ob ich es überhaupt zwei Wochen in Klausur in der Stadtkirche in Bietigheim aushalte, habe ich ein Probeschlafen in der Sakristei gehabt.
Es geht gut. Ich habe die Kirche bei Nacht ganz für mich und ich schleiche im Schlafanzug (natürlich ein Hello-Kitty-Schlafanzug!)
mit der Taschenlampe hinter dem Altar vorbei um mir meine Zähne zu putzen.

Blick aus dem Chorraum in die gemütlich erleuchtete Sakristei = Herberge

Montag, 13. Februar 2017

"Hier häkle ich, ich kann nicht anders!"

Zum großen Lutherjahr 2017 werde ich für zwei Wochen in der Stadtkirche Bietigheim-Bissingen in Klausur gehen. Ich werde im Kämmerchen (Sakristei) leben und zwei Stunden pro Tag Aussicht (Turm) haben. Wie Luther versuche auch ich Dinge zu übersetzen. So entsteht ein "Turmtagebuch" das täglich anwachsend in der städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen präsentiert wird. Außerdem setze ich den Kirchenturm in Brand und stelle das Löschwasser unter der Kirchenkanzel bereit...

Probehäkeln in der Lutherstube, Wartburg.
http://www.reformation-bibi.de
http://www.galerie.bietigheim-bissingen.de

Montag, 30. Januar 2017

Tentakel


Auch mich lassen politische und gesellschaftliche Entwicklungen nicht unberührt. Allerdings weiß ich nie was los ist, wenn ich mit meiner Arbeit endlich fertig bin. Aber Kraken mit ihren Fangarmen gibt es immer irgendwo. Und als positiver und anpackender Mensch hacke ich sie ab, die Tentakeln, die nach mir greifen wollen. 
Und siehe da, sind sind innen nur aus Holzwolle.


Montag, 16. Januar 2017

Was bringt das neue Jahr?





Wir bleiben optimistisch und häkeln weiter.