Montag, 18. September 2017

Spitze!

Ich mache mir die Welt nett.

Es könnte alles so gemütlich sein!
Darum überziehe ich jetzt die Welt mit Spitzendeckchen.
Vielleicht hilft es?



Montag, 11. September 2017

Innensichten während der Klausur

Tag 1, Decke der Sakristei
Tag 7, Blick aus dem Turm in den Kirchenraum
Tag 9, rechte Wand im Chorraum
Tag 11, Blaues Fenster im Chor
Tag 12, Das Glockenläuten
Tag 13, Ruhe im Chor
Tag 14, Und was kommt jetzt?



Montag, 4. September 2017

Innensichten

Die Tagebucheinträge die während der Klausur im Innenraum der Kirche entstanden sind waren als Druckstöcke in Linol geschnitten im Schaufenster der Buchbinderei Sleska zu sehen.
Bietigheim ist übrigens der Ort, an dem Linoleum in Deutschland hergestellt wurde und wo noch immer eine der größten Firmen ihren Sitz hat.


Am Ende der Klausur wurden sie gedruckt.




Mittwoch, 23. August 2017

Turmtagebuch

Stickzeichnungen die während meiner Turmaufenthalte in der Stadtkirche Bietigheim über zwei Wochen entstanden sind. In alle vier Himmelsrichtungen:











Mittwoch, 16. August 2017

Spitzenuntersetzer














Beim Besuch meines Bruders
(auch Künstler, http://www.Ruediger-Krenkel.de)
im Mannheimer Hafengebiet habe ich ein großes, schönes Zahnrad gefunden.
Als Expertin im Spitzenbereich, habe ich direkt ein Duplikat erstellt.
Eine weitere Gegenüberstellung zum Thema hart & weich und ein Vorgeschmack auf meinen neuen Schwerpunkt des Ornamentes.

Donnerstag, 10. August 2017

Drucken mit der Straßenwalze

Im März war ich im Kalksteinbruch Straßberg, auf der Schwäbischen Alb, zum Zeichnen.
Jetzt war ich wieder da, um vor Ort mit der Straßenwalze die daraus entstandenen Linolschnitte zu drucken.
Die Steinbruchserie wird erweitert durch Stickereien und gezeichnete Höhlen.
In der Nebelhöhle bei Reutlingen und in einem Sandsteinbruch in den Vogesen war ich schon, aber weitere Höhlen und verschiedene Gesteinsarten stehen noch auf der Liste.

 





Sonntag, 30. Juli 2017

Details aus dem Turmstübchen






Dornbusch aus Wolle und Stecknadeln

oben: Panorama, unten: Ornamentband aus Tuschezeichnungen

Rundumpanorama des Ausblickes vom Turm (ebenfalls Tusche)


Sonntag, 23. Juli 2017

Auf dem Turm

Zwei Stunden war ich während meiner zweiwöchigen Klausur jeden Tag auf dem Kirchturm (immer zu einer anderen Tageszeit).
Neben dem gestickten Turmtagebuch sind verschiedene Zeichnungen in alle Himmelsrichtungen entstanden. Unter anderem ornamentartige Details aus Tusche und ein Rundumpanorama.
Hier ein Blick ins Turmstübchen  - in dem früher die Türmerin gewohnt hat.


Donnerstag, 13. Juli 2017

Turmtagebuch

Die gezeichneten Tagebucheinträge während meines zweistündigen Freiganges auf dem Turm der Stadtkirche Bietigheim waren als Stickzeichnungen in der Städtischen Galerie Bietigheim zu sehen.


Samstag, 8. Juli 2017

Das war die Klause

Das Stübchen, in dem ich zwei Wochen, vom 18.6. bis zum 2.7.2017, gewohnt habe - die Sakristei der Stadtkirche Bietigheim.
Das Essen wurde mir von netten Gemeindemitgliedern vor die Tür gestellt. Ich konnte die Individualität der Köche schmecken.
Und nachmittags wurde mir oft ein Eis, Kaffe, ein Stück Kuchen oder Obst mit einem Glöckchen angekündigt. Das war der schönste Moment des Tages. Ich habe mich gefühlt wie ein Kind an Weihnachten.
(Auf dem Tisch die ersten Berechnungen zur "Weltformel" - auf dem Boden die Ausarbeitung ebenjener. Enttäuschend - selbst die Erklärung der Welt sieht nur aus wie ein Bettvorleger!)



Dienstag, 4. Juli 2017

Wieder da!

Erfolgreiche Rettung vom brennenden Turm.
Wieder zurück aus der Klause auf dem Boden des Alltages.



Donnerstag, 15. Juni 2017

Klausur
















Letzter Eintrag vor der Klausur:
Die nächsten zwei Wochen bin ich höchstens von Ferne auf dem Turm zu sehen.

Sonntag, 11. Juni 2017

Kunstaktion zum Reformationsjahr 2017

vom 18. Juni bis zum 9. Juli

in Bietigheim

Feuer & Wasser 

3 Orte
3 Materialien
3 Perspektiven









1. In der Kirche (Sakristei) werde ich wohnen und meine Erlebnisse der Ruhe und des Eingeschlossenseins mit Druckstöcken aus Linol (Fußbodenbelag der aus Bietigheim stammt!) als "Innensichten" festhalten. Diese werden von Boten vor meiner Tür täglich abgeholt und in das Schaufenster von Buchbindermeister Sleska getragen.

2. Auf dem Turm werde ich zwei Stunden am Tag Freigang haben und zeichnen. Aus diesen Zeichnungen entstehen Stickereien mit schwarzem Wollfaden. Diese stelle ich nach Fertigstellung vor meine Tür, damit sie in die städtische Galerie Birtigheim gebracht werden. An einer Wand im Foyer wächst dann eine Ausstellung des "Turmtagebuchs".

3. In der Stadtkirche selbst werde ich immer dann, wenn keine Menschen sich darin aufhalten, kleine Veränderungen vornehmen. Der Turm wird in Brand gesetzt (gehäkelte Feuerzungen  aus Absperrband werden nach und nach aus den Fenstern und vom Turmbalkon quellen) und das Löschwasser, in Form von gehäkelten Wasserblubbern aus Müllsäcken, quillt unter der Kanzel hervor.

Die Klausur geht vom 16. Juni bis zum 2. Juli.
Am 2. Juli werde ich um 9.30 Uhr von der Feuerwehr mit ihrer längsten Drehleiter vom Turm gerettet und die Stille ist dann damit offiziell beendet.
Am 2. Juli findet in der städtischen Galerie eine Druckaktion statt, bei der die Druckstöcke der "Innensichten" auf Papier festgehalten werden.
Ab dem 2. Juli werden dann bis zum 9. Juli die Werke aus allen drei Standorten, aus allen drei Materialien, in der Stadtkirche zusammengeführt und gemeinsam zu sehen sein.
Am 9. Juli wird um 10 Uhr ein Abschlußgottesdienst zusammen mit meinem wachsenden Altartuch "Wasser" stattfinden.

Das Altartuch am 4. Juni in der Stadtkirche Foto: Helmut Pangerl